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Modernes Issue Management vs. Kaffeepause

Posted: April 27th, 2009 | Autor: Andreas Hugi | Filed under: Uncategorized |

RadarLobbyisten, Politkberater und Parteisekretäre sind gefordert: In unserer aktuellen Medienwelt reicht es nicht mehr, in einer ausgedehnten vormittäglichen Kaffeepause im Lieblingslokal die zwei, drei Leitmedien durchzublättern, um auf dem aktuellen Stand zu bleiben und rasch und adäquat reagieren zu können. Dicke tägliche Medienclippings werden kaum mehr gelesen und Politiker, Firmen und Verbände verlangen von ihren Beratern massgeschneiderten Analysen zu den sie betreffenden Themen mit Zukunftspotential (neudeutsch «Issues»).

Die Professionalisierung und Messbarkeit der Politikberatungs- und Public Affairs-Branche hat – zu Recht! – Einzug gehalten und es trennt sich das Spreu der netzwerkenden Apéro-Gänger vom Weizen der seriösen Handwerker. Das Setzen von Themen (neudeutsch «Issue Management») setzt das Beobachten und Gewichten voraus: Diese Funktion des «Gefechtsfeld-Radars» (neudeutsch «Issue Monitoring») ist unabdingbare Basis für jede Lobby- oder Kampagnentätigkeit. Dass dabei immer mehr moderne Instrumente und Programme eingesetzt werden, die objektivierbare Daten generieren, ist selbstverständlich. Dies täuscht jedoch nicht darüber hinweg, dass dem Berater die Interpretation und die Ableitung aus diesen Daten von keinem Tool abgenommen wird – sie erfolgt dann vielleicht trotzdem in der ausgedehnten vormittäglichen Kaffeepause im Lieblingslokal.

Andreas Hugi, Managing Partner bei Furrer.Hugi&Partner AG




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